Waldwiesmarterl
Baugeschichte
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Schon lange keimte der Plan den verstorbenen Mitgliedern der Waldvereinssektion Arnbruck ein würdiges Denkmal zu errichten. Am 21. September 1971 war es soweit. Unter der Leitung des damaligen Vorstandes Alois Gröller, wurde auf dem Bergkamm zwischen Mühlriegel und Schwarzeck in 1139 m Höhe – direkt an der Kreuzung Kammweg Kaitersberg – Arber, Arnbruck – Osser auf einem Steinsockel ein massives Kreuz mit Korpus und Überdachung angebracht. Nach dem Waldschmidtdenkmal auf dem Riedelstein und dem Mühlriegelkreuz war es das dritte Werk auf diesem Bergzug und natürlich war es wieder eine gelungene Gemeinschaftsleistung. |
2. Vorstand, Förster Ludwig Gassler ließ von einigen Forstarbeitern die Baugrube ausheben. Xaver Aschenbrenner schaffte mit seinem Allradschlepper das gesamte Material, einschließlich des 10 Zentner schweren Kreuzes, das früher als Bußkreuz im Arnbrucker Friedhof stand, auf den Berg. Natürlich musste es zuvor entsprechend hergerichtet werden. Malermeister Franz Sogerer gab sich besonders bei der Restaurierung des Herrgotts viel Mühe. Zimmerermeister Franz Bauer und sein Sohn Alois erstellten das stabile Eichendach und die Kupferbedachung wurde von Spenglermeister Oskar Bauer geschaffen. Die Maurer Xaver Vogl und Michl Grotz, zwei alte Steinspezialisten, betrachteten es als Ehre den Sockel zu errichten. Es ist erwähnenswert, dass der „ Andrel-Franzn-Xal “ beim Bau des Waldschmidtdenkmals der jüngste und nach 62 Jahren am Waldwiesmarterl der älteste Maurer war. In den Sockel wurde eine Steintafel mit der Inschrift: „Gedenkstätte für seine verstorbenen Mitglieder – Waldvereins-Sektion Arnbruck 1971“ eingelassen. Steinmetzmeister Alois Grassl hatte sie angefertigt.
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Einweihung
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Viel schwieriger, als erwartet gestaltete sich die Einweihung der Gedenkstätte. Eigentlich wollte man sie noch im Jahr der Fertigstellung einweihen – doch, um eine sorgfältige Vorbereitung zu gewährleisten, verschob man sie auf das Frühjahr 1972. Das unbeständige Wetter zwang zu einem erneuten Aufschub. Der Sommer kam wegen der Fremdensaison nicht in Frage. Der nächste Termin (10. Sept.) passte nicht, denn es war der vorletzte Tag der Olympischen Spiele in München. So wurde der 17. September 1972, beinah, auf den Tag genau, ein Jahr nach der Fertigstellung, gewählt. Das Programm sah vor: 8 Uhr Treffen am Dorfplatz zur gemeinsamen Wanderung zum Waldwiesmarterl (Gehzeit: 2 h, Markierung Blaue 10), 10 Uhr Einweihung. Die Nacht zuvor regnete es fast pausenlos, nasskaltes Wetter und Nebel hielten jedoch viele Teilnehmer ab. Die eingeladenen Vereine blieben fast alle aus. Nur die Nachbarsektion Drachselsried war durch ihren Vorstand vertreten. Ein Viertel der Teilnehmer ging trotzdem zu Fuß – der Rest fuhr so weit wie möglich mit dem Auto. Vorstand Alois Gröller konnte dann doch an die Hundert Personen, darunter Bürgermeister Barthl Achatz, seinen Stellvertreter Willi Sturm, zahlreiche Feriengäste und die Vertreter der Sektionen Straubing, Drachselsried und des Lamer Winkels an der Gedenkstätte begrüßen. Er dankte allen die mitgeholfen hatten diese Gedenkstätte zu errichten. Besonders auch der Staatsforstverwaltung, die eine originelle Sitzgruppe und eine ansehnliche Blockhütte errichtet hatte. Dann begann Pfarrer Jakob Fink mit der Bergmesse. Umrahmt wurde sie mit der Waldlermesse, gesungen vom „verstärkten“ Arnbrucker Männerchor. Hans Meier begleitete an der Zither. Die eindrucksvolle Feier fand ihren Ausklang im Berggasthof Eck bei einem gemütlichen Beisammensein, zu dem die Zellertaler Buam aufspielten.
(Quelle:
Alois Bauer, Waldvereinschronik) |
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