Tausende feiern Kirchweih auf dem höchsten Gipfel des Bayerwaldes
Heilige Messe vor imposanter Kulisse - Wald-Verein und Waldgau als Organisatoren
Dicht gedrängt standen die Menschen rund um
die Arberkapelle - viele fanden auch auf den Felsformationen rund um das
Gipfelkreuz einen Platz.
Der Bayerische Wald-Verein und der Bayerische Waldgau hatten zu der
Veranstaltung am höchsten Gipfel des Bayerischen Waldes eingeladen. Landrat und
Wald-Vereinspräsident Heinz Wölfl begrüßte die Gäste aus Nah und fern, von
denen auch viele aus Tschechien angereist waren. „Die Anwesenheit bei dieser
Messe ist ein Zeichen der Verbundenheit mit dem Bayerischen Wald“, sagte er.
Vor imposanter Kulisse wurde bei traumhaft sonnigem Wetter die Heilige Messe zum
Jahrestag der Kapellenweihe gefeiert. Domkapitular Alois Ehrl aus Schwabach,
Pfarrer Alois Brem aus München sowie Pfarrer Josef Wierer und Kaplan Georg
Parankimalili aus Bayerisch Eisenstein zelebrierten gemeinsam die Messe. Seit
altersher, so Hauptprediger Alois Ehrl, berühre der Anblick der Berge die
Herzen der Menschen. „Wir haben hier das Gefühl, dem Schöpfer ein Stück näher
zu sein“, sagte er.
In der Bibel seien Berge die Verbindung zwischen Himmel und Erde. „Berge
vermitteln Unbegrenztheit und öffnen unseren Blick“, so der Domkapitular bei
seiner Einführung.
Ehrl ging in seiner Predigt auf die Probleme der heutigen Zeit ein: Unmoral in
der Gesellschaft, Werteverlust und die Genusssucht vieler moderner Menschen.
„Ein erfülltes Leben erhalten wir damit nicht“, sagte Ehrl. Er forderte
auf, sich von Gott zum Guten führen zu lassen. „Der Herr führt uns zu seinem
Berg. Und es wird sich lohnen, denn dort herrscht Zuversicht, Freude und Erfüllung“,
so der Prediger.
Die meisten Kirchweih-Besucher wanderten zu Fuß auf den 1456 Meter hohen Berg,
nur wenige nutzten die bequeme Variante und nahmen die Gondelbahn bis zum
Gipfel. Ein Tisch diente vor der kleinen Arberkapelle als Altar.
Fahnenabordnungen schmückten die Kulisse. Musikalisch umrahmt wurde die Messe
von den Sängern und Musikanten aus dem Singkreis Eisenstein - der „Frauenauer
Viergsang“ musste wegen Erkrankung eines Mitgliedes absagen. Im Anschluss
wurde noch zusammen musiziert und gefeiert.